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Preise als Thumbnail-Designer festlegen: eine Methode statt einer Preisliste

Bei deiner Zeit anfangen, Inklusivleistungen von Extras trennen, dann aufs Monatspaket umsteigen. Eine Methode für einen Preis, hinter dem du stehen kannst.

3 Min. Lesezeit

Frag zehn Thumbnail-Designer nach ihrem Preis, und du bekommst zehn Antworten. Die Unterschiede sind riesig, und den Preis von jemand anderem zu kopieren sagt dir nicht, ob die Rechnung für dich aufgeht. Bau dir lieber deinen eigenen, aus Zahlen, die du kennst.

Schritt 1: deine Preisuntergrenze

Stopp bei deinen nächsten Thumbnails die Zeit, vom Briefing bis zur Lieferung, Korrekturen inklusive. Multiplizier diese Zeit mit dem Stundensatz, den du brauchst, Abgaben und Steuern inklusive. Das ist deine Untergrenze: Darunter arbeitest du mit Verlust.

Beispiel
Zeit pro Thumbnail2 Std. 30 Min. (Briefing, Gestaltung, eine Korrektur)
Angestrebter Stundensatz30 €
Preisuntergrenze2,5 × 30 = 75 €

Die Zahlen dienen nur dazu, die Rechnung zu zeigen, und sind kein empfohlener Preis. Deiner hängt von deinem Können, deinem Tempo und deinem Land ab.

Schritt 2: Was inklusive ist und was extra kostet

Im Preis enthaltenOptional
Eine feste Anzahl an Korrekturen (zum Beispiel zwei)Jede weitere Korrektur
Deine übliche LieferzeitDie Expresslieferung
Die finale Datei als JPG oder PNGDie Quelldatei (PSD)
Eine VersionZusätzliche Versionen für einen A/B-Test
Das Bildmaterial vom KundenAufwendige Freisteller, Illustrationen, Fotoshooting

Wenn du diese Liste einmal sauber aufschreibst, musst du nicht mehr von Fall zu Fall verhandeln, und der Kunde sieht genau, wofür er zahlt.

Schritt 3: aufs Paket umsteigen

Ein einzelnes Thumbnail heißt: jede Woche wieder einen Kunden finden. Ein Monatspaket, abgestimmt auf den Upload-Rhythmus des Kanals (zum Beispiel 4 oder 8 Thumbnails pro Monat), bringt dir ein planbares Einkommen und dem Kunden ein einheitliches Erscheinungsbild.

Deinen Preis verteidigen

  • Nenn einen festen Preis, keine Spanne.
  • Häng die Liste „inklusive / optional“ an jedes Angebot.
  • Verlang von neuen Kunden eine Anzahlung.
  • Heb deine Preise für neue Kunden an, wenn dein Kalender voll wird.

Was dich Geld kostet

  • Unbegrenzte Korrekturen: Jede zusätzliche Runde drückt deinen Stundensatz.
  • Mündliche Absprachen: Eine Nachricht mit Zusammenfassung reicht, aber etwas Schriftliches muss es geben.
  • Der Wettlauf um den niedrigsten Preis: nicht zu gewinnen, und selten mit den angenehmsten Kunden.

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